Verleihungsbestimmungen

Kyffhäuserverdienstkreuz (KVK) I. und II. Klasse und

Kyffhäuserverdienstkreuz mit Eichenkranz

vom 3. Nov. 1993

1.   Die Verleihung des Kyffhäuser- Verdienstkreuzes erfolgt nur in Anerkennung besonderer Leistungen als Auszeichnung für hervorragende Verdienste um den Kyffhäuserbund e.V. seiner Verbände und Kameradschaften in den Stufen Silber (II. Klasse), Gold (I. Klasse) und Gold mit Eichenkranz.

      Solche Verdienste können gefunden werden:

      a)  in der treuen, eifrigen Wahrnehmung der Pflichten als Mitglied in besonders bezeugter Kameradschaft und im vorbildlichen Einsatz für die Leitsätze und Aufgaben unseres Verbandes.

         Keinesfalls genügt allein eine vieljährige Mitgliedschaft für die Verleihung.

      b)  in der Bewertung einer bestimmten und sich aus der Allgemeinheit klar herausgehende Einzeltat.

      c)  in der Werbung einer Großzahl von mindestens 15 Mitgliedern im Laufe eines Jahres, oder in Heranführung von mindestens zwei Abseits stehenden Kameradschaften oder in der Wiedergründung von mindestens zwei früheren Kameradschaften.

      d)  An Nichtmitglieder kann das Kyffhäuser-Verdienstkreuz auf Beschluss des Bundesvorstandes in solchen Fällen verliehen werden, indem sich diese besondere Verdienste um den Bund erworben haben.

2.   Die Verleihung der II. Klasse (Silber) erfolgt nach mindestens fünfjähriger
       
Zugehörigkeit zum Kyffhäuserbund;
     
die Verleihung der I. Klasse (Gold) frühestens fünf Jahre nach
Verleihung

      der II. Klasse sofern nicht ein besonderer Grund ausnahmsweise eine frühere

      Verleihung der I. Klasse rechtfertigt.

 

      Die Verleihung des KVK in Gold mit Eichenkranz ist dem KVK am schwarz-weißen Bande vorgeschaltet und kann an Mitglieder verliehen werden, die nach Verleihung des KVK I. Kl. sich weiterhin besondere Verdienste um den Kyffhäuserbund und seine Gliederungen erworben haben. Die Vorschaltung vor die Verleihung des KVK am schwarz-weißen Bande bedeutet jedoch nicht, dass die Verleihung des KVK mit Eichenkranz zwingend durchlaufen werden muss.

Die Verleihung des KVK mit Eichenkranz kann frühestens fünf Jahre nach Verleihung des KVK I. Klasse erfolgen.

Der Präsident des Kyffhäuserbundes ist in Ergänzung der Bestimmungen zu vorstehendem Abschnitt in Zweifelsfällen allein berechtigt, in Ausnahmefällen Verleihungen von Kyffhäuser-Verdienstkreuzen der I., II. und im Eichenkranz vorzunehmen, wenn die zeitlichen Voraussetzungen für die eine oder andere Klasse noch nicht erfüllt sind.

Verleihungsanträge in dieser Hinsicht sind besonders eingehend unter Würdigung aller Umstände zu Begründen; ein Anspruch auf Genehmigung besteht nicht.

Mitgliedern, die bei Verleihung der II. Klasse bzw. I. Klasse das 70. Lebensjahr vollendet haben, kann die I. Klasse bzw. das KVK mit Eichenkranz bereits frühestens nach 3 Jahren verliehen werden.

      Voraussetzung ist jedoch immer die Leistung im Bund.

3.    Die Verleihung des Kyffhäuser-Verdienstkreuzes I. und II. Klasse und des KVK mit Eichenkranz darf nur bei Anlegung eines strengen Maßstabes nach Ziffer 1a bis 1c erfolgen.

4.    Die Kosten für die Verleihung trägt die beantragende Kameradschaft.

5.    Anträge auf Verleihung können bei Erfüllung der Voraussetzungen jederzeit von der Kyffhäuserkameradschaft, dessen Mitglied der Vorgeschlagene ist, dem Landesvorstand über den zuständigen Kreisverband eingereicht werden.

Diese Gliederungen sind zur begutachtenden objektiven Überprüfung verpflichtet und tragen dem Bundesvorstand wie allen Kameraden gegenüber die volle Verantwortung der rechtmäßigen Verleihung.

6.    Die Verleihungsanträge der Kameradschaft sind auf DIN A 4-Bogen mit klarer Begründung und unterschrieben von mindestens drei Vorstandsmitgliedern als „Antrag auf Verleihung des Kyffhäuser-Verdienstordens I. bzw. II. Klasse“ der KK ..., jedoch nur auf dem Dienstweg (lt. Ziff. 5), einzureichen.

Da vom Landesverband die einzelnen Kameraden oft nicht beurteilt werden können, sind die Kreisverbände verpflichtet, eine ordnungsgemäße Beurteilung abzugeben, oder die Beurteilung der Kameradschaft zu bestätigen.

7.    Zu jeder Verleihung gehört eine vom Präsidenten des Kyffhäuserbundes e. V., oder einem hierfür beauftragten Vizepräsidenten, handschriftlich unterschriebene Urkunde.

8.    Jede Stufe des Kyffhäuser-Verdienstkreuzes darf nur einmal verliehen werden.

9.    Das Kyffhäuser-Verdienstkreuz II. Klasse wird am Rockaufschlag getragen. Das Kyffhäuser-Verdienstkreuz I. Klasse und mit Eichenkranz an der linken Brustseite in Höhe der Brusttasche oder auf dieser getragen, von Kameradinnen als Brosche. Es wird im Original oder auf Spange nur eine Auszeichnung getragen, in der Regel die Höchste.

10.  Wer durch ehrenrührige Handlung oder durch Schädigung des Ansehens des Kyffhäuserbundes oder durch unkameradschaftliches Verhalten, seine Mitgliedschaft verwirkt hat, ist durch die Bundesgeschäftsstelle mit eingeschriebenem Brief zur Rückgabe des oder der verliehenen Verdienstkreuze(s) zu veranlassen.

Jede Gliederung des Bundes hat die Pflicht, die Bundesgeschäftsstelle über solche vorliegenden Tatsachen sofort auf dem Dienstweg zu benachrichtigen.

11.  Die Verleihungsbestimmungen für das Kyffhäuser-Verdienstkreuz vom 25.11.1978 sind hiermit aufgehoben.

zurueck zu Antraege und Bestimmungen
home