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Bereits drei Tage nach dem Tod Kaiser Wilhelm I. am 9. März 1888 stellte Dr. Westphal, Schriftführer des Deutschen Kriegerbundes, den Antrag, Kaiser Wilhelm zu Ehren auf dem Kyffhäuser ein Denkmal zu errichten. Die Finanzierung des Denkmalbaus sollte durch freiwillige Spenden aller Krieger- und Soldatenvereine erfolgen.

Den Wettbewerb der Ausschreibung zum Monument gewann einer der bekanntesten und ideenreichsten deutschen Architekten um 1900 - Bruno Schmitz.
1890 begannen die Bauarbeiten. Zunächst entstand die große Ringterrasse.

Bauarbeiten am Denkmal

Am 10. Mai 1892 erfolgte die feierliche  Grundsteinlegung.  Bereits am 18. Juni 1896 fand im Beisein Kaiser Wilhelm II., dem Enkel Wilhelm I. die  Einweihungsfeier statt.

Die Denkmalsanlage ist in ihrer gesamten Ausdehnung 131 m lang und 96 m breit. Den östlichen Abschluss bildet die schlichte, mit türmchenartigen Zinnen geschmückte Steinbrüstung der Ringterrasse. Im Westen erfolgt die historische Begrenzung durch die Ruinenreste der noch erhaltenen Teile der Oberburg.

Der Denkmalsturm
ist der architektonische Hauptteil der monumentalen Anlage. Er wird von drei Terrassen umgeben bzw. eingeschlossen.
Die untere Terrasse, die Ringterrasse nimmt den Besucher auf und ermöglicht ihm einen Gesamteindruck. Beeindruckend die mächtigen, gedrungenen drei Rundbögen, die den Blick in den "Barbarossahof" zur schlafenden "Barbarossafigur" öffnen.



Denkmalsturm mit Reiterstandbild und Barbarossafigur

Von der Mittelterrasse erhebt sich der 57 m hohe, nach oben sich hin verjüngende Turm. Sein quadratischer Grundriss hat ohne Sockel eine Seitenlänge von 20 m. Im unteren Teil, am vorgelagerten Sims wurden plastische Schmuckelemente, wie Kriegsfurien und Schlangen eingearbeitet.

Turmornamente Westseite

"Kriegsfurie"

In den Spruchbändern im oberen Gesims stehen all jene Staaten, die sich 1871 zum Deutschen Kaiserreich vereinten.
Den architektonischen Abschluss des Turmes bildet die Kaiserkrone. Es lohnt sich die 247 Stufen in die Turmspitze hinaufzusteigen. Genießen Sie das einmalige Panoramabild über das Kyffhäusergebirge bis hin zum Harz und Thüringer Wald.





Zahlen und Fakten:
Gesamthöhe des Denkmals: 81 m
Turmhöhe: 57 m
Gesamtgewicht: 62,5 Millionen kg
Länge aller Treppenstufen: 2,5 km (addiert)
Kronenhöhe: 6,6 m
Kronendurchmesser: 3,5 m
Schwerster verarbeiteter Stein: 6000 kg
Gesamtkosten: 1 452 241,37 Mark


Es wurden soviel Steine verarbeitet, das man damit eine Stadt für etwa 5 000 Einwohner hätte bauen können.

Die Barbarossafigur
An der Ostseite, der Schauseite des Turmes bestimmen die Barbarossafigur und das Reiterstand-
bild die künstlerische Gestaltung.

In unteren Teil des Turmes, illusionistisch in den Berg hineinversetzt, sitzt in einer Nische Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Der Bildhauer Nicolaus Geiger stellt ihn so dar, wie der Betrachter Barbarossa aus der Sage kennt. Sein langer Bart weist auf den Jahrhunderte langen Schlaf im Kyffhäuserberg hin.
Ist er nicht gerade wach geworden und zwinkert uns zu?
Kommen Sie und schauen Sie selbst.


Steinmetzarbeiten an der Barbarossafigur 

 
Technische Details:
Baumaterial: Ederslebener Sandstein
Größe: 6,50 m


Das Reiterstandbild
Über dem gerade erwachenden und sich aufrichtenden Hohenstauferkaiser Barbarossa erhebt sich das monumentale Reiterstandbild Wilhelm I. mit den beiden Nebenfiguren. Wilhelm I. sitzt hoch zu Ross und reitet in das Land hinein. Nicht als Kaiser sondern als Feldherr dargestellt, trägt er militärische Uniform und Pickelhaube.

Die rechte Nebenfigur, ein "germanischer Krieger", gilt als Symbol der "Wehrkraft" und des "Krieges". Links die Frauengestalt personifiziert die "Geschichte".

 Reiterstandbild Wilhelm I. mit den beiden Nebenfiguren

Reiterstandbild Wilhelm I. mit den beiden Nebenfiguren

Technische Details:
Material: 2-3 mm starke, getriebene Kupferplatten
Höhe des Reiters: 9,70 m
Umfang des Pferdebauches: 6,85 m
Höhe des Kriegers: 4,82 m
Höhe Geschichte: 5,20 m
Gesamtgewicht Kupfer und Eisen: 17 100 kg
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