Was nach dem Bau des Denkmals geschah.
aus

http://www.roskothen.com/kyff/index1.htm

Bereits kurz nach Fertigstellung des Denkmals schlugen B. Schmitz und W. Böckmann vor, unterhalb des Kyffhäuser-Denkmals eine Feststätte für Nationalfeste zu schaffen. In ihr sollten 300 000 bis
400 000 Besucher Platz finden. Dieser Plan scheiterte am Widerspruch des Landesfürsten von Schwarzburg-
Rudolstadt.

Die Weimarer Zeit
Das bedeutende Ereignis in jener Zeit war sicher die 25 - Jahr Feier des Kyffhäuser-Denkmals am 19. Juni 1921.

25 Jahr-Feier zur Einweihung des Kyffhäuser-Denkmals

25 Jahr-Feier der Einweihung des Kyffhäuser-Denkmals

Pläne des Denkmalausschusses zur Gestaltung der beiden Seitenkammern und der Kuppelhalle des Denkmalturms wurden nicht umgesetzt.
1916 fand der Architekt des Denkmals, Bruno Schmitz, in der Kuppelhalle seine letzte Ruhestätte.
Acht Jahre später, 1924, erfolgte die feierliche Beisetzung von Alfred Westphal, dem Initiator für diesen Denkmalsbau.

Die Zeit von 1933-1945
In den 30iger Jahren erfolgte eine Neugestaltung der Innenräume des Turms. 1934 wurde die Kuppelhalle als Ehrenhalle eingerichtet. In der Seitenkammer waren die Modelle der Plastiken vom Denkmalsturm - Wilhelm I. und Barbarossa- sowie eine imposante Waffensammlung zu sehen.

 

Blick in die Kuppelhalle


Eine der wichtigsten Tätigkeiten in jener Zeit waren die Ausgrabungen der Reste der alten Burganlage von 1934-1938.
Zur Aufbewahrung der gefundenen Ausgrabungsstücke entstand 1936 das kleine Burgmuseum. Seine Exposition beinhaltet die Geschichte der Reichsburg Kyffhausen und die Barbarossasage.



Kleines Burgmuseum


Bronzene Fundstücke


Die Zeit von 1945-1990

Nach der Beendigung des 2. Weltkrieges gab es das Ansinnen das Kyffhäuser-Denkmal als "Mahnmal reaktionärer Gesinnung" zu zerstören. Aber A. J. Wyschinski von der sowjetischen Militäradministration erklärte, das die Gesamtanlage ihr "historisches Bild erhalten" solle und verhinderte damit den Abriss. Auch der Gedanke der Demontage des Reiterstandbildes im Jahre 1950 wurde durch den damaligen Ministerpräsidenten der DDR Otto Grothewohl mit der Verfügung: "Eine Verschrottung des Kyffhäuser - Denkmals kommt zur Zeit nicht in Betracht", verhindert. In den 60iger Jahren erfolgte eine erneute Umgestaltung der Turmhalle. Ein fünfteiliges Bronzerelief des Hallenser Bildhauers Martin Wetzel mit dem Thema "Leben am Kyffhäuser" fand hier seine Aufstellung. Die Seitenkammern wurden einmal als Ausstellungsraum mit inhaltlicher Gestaltung zum Thema Militarismus - Krieg ;Gegenüberstellung Bundeswehr und NVA und zum anderen als Dia-Ton Vortragsraum genutzt.

Reichsburg Kyffhausen

Ausstellung in den 60-er Jahren

Das Denkmal heute

Höhepunkte um das Kyffhäuser - Denkmal in den 90iger Jahren waren die 100 Jahrfeiern 1992 und 1996. Anlässlich der 100 Jahrfeier zur Grundsteinlegung wurde die Ausstellung in der linken Seitenkammer völlig neu gestaltet. Am 05. Mai 1992 wenige Tage vor den offiziellen Feierlichkeiten eröffnete Thüringens Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel die Exposition.
Seit 1991 haben alle zwei Jahre das " Sängertreffen der Chöre" einen festen Platz im kulturellen Angebot des Kyffhäuser-Denkmals inne.
Die 100 Jahrfeier zur Einweihung des Denkmals am 18. Juni 1996 gestaltete sich zu einem weiteren Höhepunkt. Ehrengast zu dieser Veranstaltung war Prof. Rita Süssmuth. Seit 1996 finden jährlich auf dem gesamten Denkmalsgelände und in der Unterburg die "Kyffhäuser-Sommertage" statt.


Rita Süssmuth zum 100 jährigen Jubiläum der Einweihung

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